Neuer Vorstandsvorsitzender ab 01.10.2010
Dr. Marijn E. Dekkers wird neuer Bayer-Chef
Bayer-Aufsichtsrat traf Entscheidung über die Führung des Unternehmens
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| Dr. Marijn E. Dekkers, ab 1. Oktober 2010 neuer Vorstandsvorsitzender der Bayer AG. |
Dekkers wird zum 1. Januar des kommenden Jahres in den Vorstand des Unternehmens eintreten und zunächst in einer Übergangsphase in Personalunion den Teilkonzern Bayer HealthCare leiten. Arthur J. Higgins (53), seit dem 1. Juli 2004 Vorsitzender des Bayer HealthCare Executive Committee und seit dem 1. Januar 2006 Vorstandsvorsitzender der Bayer HealthCare AG, wird das Unternehmen im Laufe des ersten Halbjahres 2010 aus persönlichen Gründen verlassen.
Mit Abschluss der Hauptversammlung am 30. April 2010 geht der derzeitige Finanzvorstand Klaus Kühn auf eigenen Wunsch mit 58 Jahren in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger hat der Aufsichtsrat Werner Baumann (47) ernannt, derzeit Mitglied im Vorstand der Bayer HealthCare AG sowie im Executive Committee dieses Teilkonzerns. Baumann wird ebenfalls zum 1. Januar 2010 in den Bayer-Vorstand berufen. Baumanns Nachfolger wird Manfred Vehreschild, zurzeit Leiter Biltrolling der Bayer AG.
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| Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG. |
Auch Thomas de Win, der Gesamtbetriebsratsvorsitzende und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, äußerte sich sehr zufrieden über das Verfahren der Nachfolgeregelung. „Mit der Verlängerung des Vertrages von Herrn Wenning ist ein sehr geordneter Übergang gewährleistet. Aus Sicht der Belegschaft hätten wir Herrn Wenning auch gerne länger auf diesem Posten gesehen, denn er hat in den vergangenen Jahren große Umwälzungen in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern sozialverträglich und erfolgreich umgesetzt. Nach einem ersten Treffen mit seinem Nachfolger bin ich äußerst zuversichtlich, dass Dekkers diesen erfolgreichen Weg unseres Unternehmens fortsetzen wird. Die Bayer-Mitarbeiter werden ihn nach besten Kräften unterstützen.“
Zum Ausscheiden von Finanzvorstand Klaus Kühn sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Schneider: „Wir bedauern sehr, mit Klaus Kühn einen ausgewiesenen und anerkannten Finanzvorstand zu verlieren, respektieren aber seine Entscheidung bezüglich seiner persönlichen Lebensplanung.“
Auch Arthur J. Higgins verlässt Bayer auf eigenen Wunsch. „Herr Higgins hat während der vergangenen fünf Jahre maßgeblich zu der Umstrukturierung und Stärkung unseres Gesundheitsbereiches beigetragen. Dafür gebührt ihm Dank und Anerkennung“, kommentierte Wenning.
Auch Arthur J. Higgins verlässt Bayer auf eigenen Wunsch. „Herr Higgins hat während der vergangenen fünf Jahre maßgeblich zu der Umstrukturierung und Stärkung unseres Gesundheitsbereiches beigetragen. Dafür gebührt ihm Dank und Anerkennung“, kommentierte Wenning.
Dr. Marijn E. Dekkers
Mit Dekkers, der neben der niederländischen auch die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, tritt ein international sehr erfahrener Manager an die Spitze des Bayer-Konzerns.
Geboren am 22. September 1957 im niederländischen Tilburg, studierte er nach seiner Schulzeit Chemie an den Universitäten in Nijmegen und Eindhoven. Als Sohn des General Managers eines größeren Textilunternehmens lernte er sehr früh die Bedeutung von Internationalität für den beruflichen Werdegang kennen.
Geboren am 22. September 1957 im niederländischen Tilburg, studierte er nach seiner Schulzeit Chemie an den Universitäten in Nijmegen und Eindhoven. Als Sohn des General Managers eines größeren Textilunternehmens lernte er sehr früh die Bedeutung von Internationalität für den beruflichen Werdegang kennen.
Unmittelbar nach Ausbildung und Promotion ging der zukünftige Bayer-Vorstandsvorsitzende 1985 in die USA und startete seine Karriere als Forscher in der zentralen Forschungsabteilung von General Electric in Schenectady im US-Bundesstaat New York – zur damaligen Zeit mit 2.000 Wissenschaftlern eine der renommiertesten und traditionsreichsten Forschungsstätten in Nordamerika. Diesen Aufenthalt hatte er ursprünglich lediglich als Zwischenschritt zu einer Universitätsprofessur geplant, doch die Arbeit in diesem Industrieunternehmen gefiel ihm so gut, dass er blieb.
Zwei Jahre später wechselte er zurück nach Holland an den dortigen Forschungsstandort von GE Plastics in Bergen op Zoom. Als 1988 die Position seines ehemaligen amerikanischen Chefs frei wurde, kehrte er in die USA zurück als Forschungsleiter für Polymere. In dieser Zeit wurde er sogar zum „Technologist of the Year“ bei GE Plastics gewählt und war an 30 Patenten beteiligt.
Es folgten weitere Führungspositionen in verschiedenen Polymer-Bereichen von GE, bevor er 1995 zu Allied Signal (später Honeywell International Inc.) wechselte. Zunächst leitete er für vier Jahre die Bereiche Specialty Films, anschließend Fluorine Chemicals in Morristown (New Jersey) und ab 1999 die Sparte Electronic Materials in San José im Silicon Valley. Dieser Unternehmensbereich produziert elektronische Komponenten und ist Zulieferer von Unternehmen wie Intel und Cisco.
Im Jahr 2000 bekam Dekkers ein Angebot von Thermo Electron Corporation in Boston, einem der weltweit führenden Spezialunternehmen für Laborgeräte wie Chromatographen und Massenspektrometer, die Funktion des Chief Operation Officer zu übernehmen – mit der Aussicht, sich zu einem späteren Zeitpunkt für die Rolle des CEO zu qualifizieren. Damit begann eine neunjährige Erfolgsgeschichte: Dekkers setzte innerhalb einer kurzen Zeit eine komplette Neuorganisation um. Als er 2002 – wie geplant – zum CEO und President berufen wurde, hatte das Unternehmen 11.000 Mitarbeiter und einen Umsatz von 2,2 Milliarden US-Dollar.
Der neue Unternehmens-Chef initiierte ein umfassendes Restrukturierungsprogramm, veräußerte mehrere Firmenteile und stärkte das Kerngeschäft durch gezielte Akquisitionen, u.a. im Jahr 2006 mit dem Erwerb des signifikant größeren Laborgeräte-Herstellers Fisher Scientific. Damit schuf Dekkers ein Unternehmen mit derzeit 35.000 Mitarbeitern in sechs Sparten und einem Jahresumsatz von 10,5 Milliarden Dollar.
Seit zwei Jahren sitzt Dekkers zusätzlich im Aufsichtsrat des amerikanischen Pharmaunternehmens Biogen Idec – einem der weltweit führenden Konzerne in der Biotechnologie mit Sitz in Cambridge im US- Bundesstaat Massachusetts und weiteren Niederlassungen in 27 Ländern.
Dekkers ist mit einer Amerikanerin verheiratet und hat drei Töchter. Während seiner Schul- und Studienzeit gehörte er zu den besten niederländischen Nachwuchs-Tennisspielern und spielte als Profi in der damaligen höchsten deutschen Tennisliga.
Zwei Jahre später wechselte er zurück nach Holland an den dortigen Forschungsstandort von GE Plastics in Bergen op Zoom. Als 1988 die Position seines ehemaligen amerikanischen Chefs frei wurde, kehrte er in die USA zurück als Forschungsleiter für Polymere. In dieser Zeit wurde er sogar zum „Technologist of the Year“ bei GE Plastics gewählt und war an 30 Patenten beteiligt.
Es folgten weitere Führungspositionen in verschiedenen Polymer-Bereichen von GE, bevor er 1995 zu Allied Signal (später Honeywell International Inc.) wechselte. Zunächst leitete er für vier Jahre die Bereiche Specialty Films, anschließend Fluorine Chemicals in Morristown (New Jersey) und ab 1999 die Sparte Electronic Materials in San José im Silicon Valley. Dieser Unternehmensbereich produziert elektronische Komponenten und ist Zulieferer von Unternehmen wie Intel und Cisco.
Im Jahr 2000 bekam Dekkers ein Angebot von Thermo Electron Corporation in Boston, einem der weltweit führenden Spezialunternehmen für Laborgeräte wie Chromatographen und Massenspektrometer, die Funktion des Chief Operation Officer zu übernehmen – mit der Aussicht, sich zu einem späteren Zeitpunkt für die Rolle des CEO zu qualifizieren. Damit begann eine neunjährige Erfolgsgeschichte: Dekkers setzte innerhalb einer kurzen Zeit eine komplette Neuorganisation um. Als er 2002 – wie geplant – zum CEO und President berufen wurde, hatte das Unternehmen 11.000 Mitarbeiter und einen Umsatz von 2,2 Milliarden US-Dollar.
Der neue Unternehmens-Chef initiierte ein umfassendes Restrukturierungsprogramm, veräußerte mehrere Firmenteile und stärkte das Kerngeschäft durch gezielte Akquisitionen, u.a. im Jahr 2006 mit dem Erwerb des signifikant größeren Laborgeräte-Herstellers Fisher Scientific. Damit schuf Dekkers ein Unternehmen mit derzeit 35.000 Mitarbeitern in sechs Sparten und einem Jahresumsatz von 10,5 Milliarden Dollar.
Seit zwei Jahren sitzt Dekkers zusätzlich im Aufsichtsrat des amerikanischen Pharmaunternehmens Biogen Idec – einem der weltweit führenden Konzerne in der Biotechnologie mit Sitz in Cambridge im US- Bundesstaat Massachusetts und weiteren Niederlassungen in 27 Ländern.
Dekkers ist mit einer Amerikanerin verheiratet und hat drei Töchter. Während seiner Schul- und Studienzeit gehörte er zu den besten niederländischen Nachwuchs-Tennisspielern und spielte als Profi in der damaligen höchsten deutschen Tennisliga.
Werner Baumann
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| Werner Baumann, ab 30. April 2010 neuer Bayer-Finanzvorstand. |
Ein Jahr später wechselte Baumann zur Bayer Corporation nach Tarrytown/USA. Dort leitete er zuletzt die globale Organisation „Business Planning & Administration“ für den Geschäftsbereich Diagnostika.
Im Juli 2002 kehrte Baumann nach Deutschland zurück und trat in den Vorstand des gerade neu gegründeten Teilkonzerns Bayer HealthCare ein. Dort ist er derzeit Mitglied des Executive Committee und Leiter Central Administration & Organization. Zudem hat er als mehrjähriges Vorstandsmitglied von Bayer Schering Pharma bis 2009 die Integrationsphase aktiv begleitet. Baumann ist verheiratet und hat vier Kinder.

Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im Überblick
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